
Bigolaro – Tradition, die sich anfühlt wie Technikgeschichte zum Anfassen
Mai 29, 2026
Die häufigsten Fehler beim Nudelteig – und wie du sie sofort erkennst und löst
Mai 31, 2026Pisarei – Die kleinen rustikalen Pasta-Herzen aus der Emilia-Romagna
Eine fast vergessene Pastasorte mit großer Tradition
Wer glaubt, bereits alle italienischen Nudelsorten zu kennen, hat vermutlich noch nie von Pisarei gehört.
Die kleinen, dicken Pasta-Stücke stammen aus der Gegend rund um Piacenza in der Emilia-Romagna und gehören zu den ursprünglichsten Gerichten Norditaliens. Rustikal, sättigend und voller Geschichte.
Auf den ersten Blick erinnern Pisarei fast ein wenig an kleine Gnocchi oder weiße Bohnen. Genau das ist auch gewollt: Traditionell serviert man sie mit Bohnen in einer kräftigen Tomatensauce, sodass man auf dem Löffel kaum unterscheiden kann, was Bohne und was Pasta ist.
Arme-Leute-Essen mit Geschichte
Das Besondere an Pisarei ist nicht nur ihre Form, sondern vor allem der Teig.
Denn ursprünglich bestanden Pisarei aus alten Brotkrümeln, Mehl und Wasser — ein klassisches Arme-Leute-Essen aus einer Zeit, in der nichts verschwendet wurde.
Altbackenes Brot wurde weiterverarbeitet und zu einer einfachen, aber unglaublich sättigenden Pasta geformt. Genau diese bäuerliche Einfachheit macht den Charme von Pisarei bis heute aus.
Natürlich kann man heute auch einen Teig mit Semola herstellen. Die traditionelle Variante mit Brotkrumen verleiht den Pisarei allerdings ihre ganz eigene rustikale Konsistenz.
Pisarei e Fasò – Das klassische Rezept aus Piacenza
Das wohl bekannteste Gericht mit dieser Pasta heißt „Pisarei e Fasò“.
Dabei treffen Pisarei auf Borlotti-Bohnen, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und etwas Speck oder Pancetta. Ein Gericht, das einfach klingt, aber unglaublich viel Geschmack besitzt.
Kräftig. Rustikal. Italienische Hausmannskost pur.
Rezept: Pisarei e Fasò
Zutaten für den Nudelteig
- 200 g Paniermehl oder alte Brotkrümel
- 100 g Weizenmehl
- Wasser nach Bedarf
Alternativ könnt ihr auch einen klassischen Semola-Teig verwenden.
Zutaten für die Bohnen-Tomatensauce
- 200 g gekochte Borlotti-Bohnen
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 100 g dünn geschnittener Speck oder Lardo
- 200 ml passierte Tomaten
- 30 g Butter
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Die Pisarei aus dem Teig formen oder mit einer passenden Matrize herstellen.
In einer Pfanne Butter erhitzen und die fein geschnittenen Frühlingszwiebeln (nur den weißen Teil), den gehackten Knoblauch und den klein geschnittenen Lardo anbraten.
Sobald der Speck glasig wird, die Bohnen und die passierten Tomaten hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Dabei möglichst wenig umrühren, damit die Bohnen nicht zerfallen.
Die Pisarei in reichlich gesalzenem Wasser kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. Anschließend mit einem Schaumlöffel direkt in die Sauce geben.
Vorsichtig vermengen und heiß servieren.
Wer möchte, ergänzt das Gericht noch mit frisch geriebenem Parmesan.
Pisarei mit dem Philips Pastamaker herstellen
Auch wenn Pisarei eine sehr alte Pastasorte sind, lassen sie sich heute wunderbar modern herstellen.
Mit einer passenden Pisarei-Matrize für den Philips Pastamaker gelingt die Form besonders gleichmäßig und schnell — perfekt für alle, die traditionelle italienische Pastasorten zuhause ausprobieren möchten.
Die kleinen rustikalen „Pasta-Herzen“ passen perfekt zu kräftigen Saucen und bringen ein Stück Emilia-Romagna direkt auf den Teller.
Warum wir Pisarei lieben
Pisarei zeigen wunderbar, worum es bei echter italienischer Küche oft geht:
Aus einfachen Zutaten etwas Besonderes schaffen.
Kein Luxus. Keine Perfektion. Sondern ehrliche, traditionelle Küche mit Geschichte und Charakter.
Und genau deshalb faszinieren uns solche fast vergessenen Pastasorten bis heute.

pisarei (350 x 350 px)




